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15. Bezirk: Der Mariahilfer Gürtel und andere Barrieren

In Rudolfsheim-Fünfhaus ist der Konflikt zu Hause - Der neue Bezirksvorsteher will die Hot-Spots entschärfen. Der 15 Bezirk hat mit 31, 8 Prozent den höchsten Ausländeranteil und ist gleichzeitig der einkommensschwächste Bezirk in Wien. Das durchschnittliche lohnsteuerpflichtigen Jahreseinkommen beträgt im Bezirk 15.376 Euro netto. Im Wien-Schnitt sind es 18.948 Euro.

Das birgt Konfliktpotenzial, das die Freheitlichen bei der Gemeinderatswahl 2005 überraschenderweise nicht nutzen konnten. Im 15. Bezirk sind sie nur drittstärkste Partei. Bezirksvorsteher Zatlokal findet zudem, dass die Konflikte zum Teil “herbeigeredet” würden. “Im Bezirk werden 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Das sagt einiges über die Vielfalt hier aus”. Vor Problemen will er die Augen aber nicht verschließen.

Zu Amtsantritt kündigte er deswegen an, am Westbahnhof verstärkt Sozialarbeiter einzusetzen. “Prostitution ist immer wieder ein Thema, das wir mit der Polizei bekämpfen. Das allein ist aber nicht zielführend”, sagte er. Der Bezirk werde mit dem Verein Sophie zusammenarbeiten, der sich um Sexarbeiterinnen kümmert. “Das Problem wird der Bezirk alleine aber nicht lösen können”, sagte der 48-jährige SP-Politiker.

Wo Sozialarbeiter bereits im Einsatz sind, ist das Haus in der Johnstraße 45, besser bekannt als das “Punk-Haus”. 30 junge Erwachsene zogen im Dezember 2007 von der Mariahilfer Straße weg und in das desolate Haus ein. Anfangs wehrten sich außer den Grünen alle Parteien gegen die neuen Nachbarn. Es seien Schulen in der Nähe und der Bezirk brauche nicht noch mehr Probleme, als er es mit Drogenkriminalität und Prostitution ohnehin schon hätte. Doch man musste sich arrangieren, denn der Fonds Soziales Wien (FSW) kaufte das Gebäude für die Punks. Im April soll es einen Runden Tisch mit den Anrainern, Schuldirektoren und den Hausbewohnern geben, um sich auszusprechen.

Hoffnung Westbahnhof

Dem neuen Westbahnhof können sowohl SP als auch Grüne und FP Positives abgewinnen, erhoffen sie sich doch alle eine Aufwertung für den Bezirk. “Es gibt so viele Grätzel die brach liegen”, sagt Birgit Hebein von den Grünen. “Hinter dem Westbahnhof gibt es nichts.” Ihrer Meinung ist auch Dietbert Kowarik, FP-Bezirksparteiobmann in Rudolfsheim-Fünfhaus.

“Der hintere Bereich des Westbahnhofs wird ein ganz neues Aussehen haben”, verspricht Zatlokal. Ein Studentenheim, Wohnungen und Büros sollen zwischen 2015 und 2020 bezugsbereit sein. “Der Bedarf ist groß. Wohnungen im 15. könnte man derzeit doppelt verkaufen”, sagt Zatlokal. Durch das Einkaufszentrum, das am Westbahnhof entstehen soll, sollen die Menschen aber schon früher in den 15. gelockt werden. Zatlokal: “Die Barrierewirkung des Gürtels ist noch zu groß.” (Marijana Miljkovic, DER STANDARD - Printausgabe, 21. März 2008)

http://derstandard.at/?url=/?id=3273511

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