Luxemburg - die Haltung zur Prositution
Ministerin: Keine Eros-Center in Luxemburg
Chamber debattiert über Prostitution
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Das Thema Prostitution spaltet die Gemüter: In der Abgeordnetenkammer vertraten die Parlamentarier am Dienstag konträre Standpunkte - von der Legalisierung bis hin zur Repression. Anlass war eine Frage des Abgeordneten Xavier Bettel zum “schwedischen Modell”.
In Schweden ist die Prostitution verboten. Seit 1998 machen sich jedoch - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern - nicht die Prostituierten sondern die Freier strafbar . Wer Geld für sexuelle Handlungen bezahlt, riskiert dort eine saftige Geldstrafe oder bis zu einem halben Jahr Gefängnis. Der Abgeordnete Xavier Bettel (DP) hatte sich an die Familienministerin mit der Frage gerichtet, wie die Erfahrungen in Nordeuropa mit der neuen Regelung seien.
Prostitution ist ein Verstoß gegen die Würde der Frau - so sieht es die Regierung in Schweden und die Luxemburger Familienministerin.
Er selbst allerdings hält nicht viel davon, Freier zu kriminalisieren. “Was wir brauchen, ist eine legale Basis für dieses Gewerbe”, sagte Bettel im Plenum . Ihm schweben Freudenhäuser vor, in denen die Prostituierten selbstständig und auf eigene Rechnung Freier empfangen können.
In Luxemburg ist Prostitution zwar erlaubt, das Gesetz verbietet aber Zuhälterei , unter die auch die Vermietung von Zimmern zur Prostitution fällt. Die Szene spielt sich deshalb größtenteils auf dem Straßenstrich rund um den hauptstädtischen Bahnhof ab.
CSV und LSAP hatten schon vor einiger Zeit Sympathien mit dem “schwedischen Modell ” bekundet. Familienministerin Marie-Josée Jacobs (CSV) sagte, dass in Schweden seit der Einführung der strengen Bestrafung der Straßenstrich merklich abgenommen habe. Auch würde die Polizei dort weniger Fälle von Frauenhandel registrieren.
Vorsichtig zeigte sich die Ministerin allerdings beim Thema Eros-Center, das sie zuvor favorisiert hatte. “Luxemburger Männer hätten sicherlich Hemmungen , sich in einem Eros-Center öffentlich zu zeigen”, meinte Jacobs.
Im Zentrum ihrer Politik stehe das Vorhaben, Prostitution zurückzudrängen . “Wer wünscht sich denn, dass seine Tochter Prostituierte wird? Ein Traumberuf ist das wohl für niemanden.”
Mit einer Sensibilisierungskampagne sollen potenzielle Freier in Zukunft auf die Gefahren des Straßenstrichs und die moralischen Implikationen aufmerksam gemacht werden.
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