Von der Prostituierten ins Gefängnis - Die Prostituierten in Norwegen befürchten, dass sie von Zuhältern abhängig sein werden.
Oslo (RPO). Mit bis zu einem halben Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe müssen Männer in Norwegen künftig rechnen, wenn sie eine Prostituierte besuchen. Das sieht ein neuer Gesetzesentwurf vor, der derzeit in Oslo diskutiert wird. Bestraft werden sollen nur die Freier. Die Prostitution soll weiterhin legal bleiben.
“Wir wollen den Männern, die Sex kaufen, eine klare Botschaft vermitteln. Sie sollen wissen, dass das nicht zu tolerieren ist. Die Männer, die das machen, sind Teil des internationalen Handels mit Prostituierten”, begründet der norwegische Justizminister Knut Storberget den Plan. Das Gesetz werde den Menschenhändlern das Handwerk erschweren. Der Straßenstrich werde verschwinden, denn kein Freier werde es riskieren, sich in flagranti erwischen zu lassen.
Die Interessensvertreter der Prostituierten hingegen sind skeptisch. Die Prostituierten würden lediglich ins Dunkel abtauchen. “Das Gesetz wird der Prostitution auf der Straße ein Ende setzen, aber es wird die Prostituierten nicht daran hindern, ihr Geschäft drinnen oder im Ausland weiter zu betreiben”, sagt Liv Jessen, die Leiterin des Zentrums Pro, das Prostituierte in Oslo unterstützt. Bislang finden 40 Prozent der Kontakte zwischen Freiern und Prostituierten in Norwegen auf der Straße statt - der Rest in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in Hotels oder so genannten Massagesalons.
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Freier Gesetz Nachrichten Nachrichten National National Norwegen Prostituierte Sexarbeit Sexwork
Von Zwerg am 28.07.2007 um 14:04 Uhr
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Von Zwerg
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Von annainga
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Von annainga
am 28.07.2007 um 10:07 Uhr
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