Kärntner Grüne setzen sich für Zwangsprostituierte ein
Die Kärntner Grünen befürchten einen Zuwachs der illegalen Prostitution während der Euro 2008. Sie starten deshalb eine Kampagne, um die Leute auf die Nöte von Zwangsprostituierten hinzuweisen. Zudem wollen sie Anlaufstellen für die Opfer schaffen.
Hohe Dunkelziffer
Ihrer Behauptung, Fußballfans ziehen auch Prostitution an, untermauern die Grünen mit angeblichen Erfahrungen anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.
Zahlen über eine tatsächliche Zunahme illegaler Prostitution können sie keine vorlegen. Sie sprechen von einer hohen Dunkelziffer, mit der sie ihre jüngste Kampagne begründen.
Unterschriftenaktion für mehr Anlaufstellen
Mit einer Unterschriftenaktion wird die Errichtung von zumindest einer Anlaufstelle für Opfer von Frauenhandel und Zwangsprostitution in Klagenfurt gefordert.
In Österreich gebe es nur eine einzige Beratungsstelle, an die sich Betroffene wenden können, nämlich in Wien.
Kostenlose medizinische Betreuung nötig
Andrea Wulz, Stadträtin der Klagenfurter Grünen: “Der Gesundheitszustand usw. wird nicht überprüft. Das heißt, dass sich die Besucher großen Gefahren aussetzen. Ich habe schon viele dramatische Geschichten von Familienbeauftragten oder aus dem Gesundheitsamt gehört. Es stecken sich ja nicht nur die Männer an, denn sie übertragen die Krankheiten an ihre Frauen.”
Die Grünen fordern ein Bleiberecht für Zwangsprostituierte, die sich unter den Schutz der Behörden stellen, sowie kostenlose medizinische Betreuung.
Verbot von “Verrichtungsboxen” gefordert
Weiters müsse die Aufstellung der so genannten “Verrichtungsboxen”, also mobilen Bordellen, während der EM per Verordnung verboten werden. Generell verlangen die Grünen mehr Geld für Frauenbelange, da die Frauen - gemessen an den Fußballausgaben - im Abseits stehen.
kaernten.ORF.at; 13.7.07
Vor einem Anstieg von Prostitution und illegalem Menschenhandel in Zusammenhang mit der Fußball-EM in Klagenfurt warnt die Grüne Abgeordnete Barbara Lesjak. Die Aufstellung von Container-Dörfern für Prositutierte müsse verhindert werden.
http://kaernten.orf.at/stories/221734/
Anmerkung der SW-Zeitungs-Redaktion : Die Forderungen bezüglich einer Beratungsstelle bzw. dem Bleiberecht für Opfer der Zwangsprostitution ist zu unterstützen. Der Rest gilt hinterfragt bzw. aus unserer Sicht der Dinge abgelehnt zu werden. Haben wir denn wirklich aus den “Aktionen” rund um die WM in Deutschland nichts gelernt? Die Mythen der abertausenden Prostituierten die ganze Landstriche verseuchen würden sind eindeutig widerlegt worden. Sogar die Initiatoren der deutschen “Aktionen” haben dies mittlerweile eingesehen und sprechen von massiven Fehlern. Und jetzt fangen wir in Österreich damit an?
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