CH - Luzerner Stadtrat ist gegen ein Prostitutionsverbot
In der Stadt Luzern soll Prostitution in Wohnquartieren weiterhin möglich sein. Die Anwohner sind gar nicht begeistert.
Der Luzerner Stadtrat hält ein Verbot des Strassenstrichs in Luzern für unverhältnismässig. Wie er gestern in einer Antwort auf einen politischen Vorstoss mitteilte, verstosse das Verbot ausserdem klar gegen das Bundesrecht. Damit ist Strassenprostitution auch in Luzerner Wohnquartieren weiterhin möglich.
Über diesen Entscheid ist Jochen Fischer vom Quartierverein Tribschen-Langensand – wo der eigentliche Strassenstrich von Luzern liegt – gar nicht glücklich. «Wir wollen, dass der Strich an den Stadtrand verlagert wird», sagt Fischer.
Eine Auslagerung des Sexgewerbes etwa in die Industriezone Ibach ist für die Stadtregierung jedoch mangels Schutz für die Prostituierten keine Alternative. Als effektiver erachtet sie nächtliche Verkehrsbeschränkungen, wie sie etwa im Jahr 2003 im Rösslimattquartier vorgenommen wurden. Für Fischer ist dies unzureichend: «Dieses Fahrverbot ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.»
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