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Isabella Lund - schwedische Vorkämpferin für die Rechte von SexarbeiterInnen - mundtot gemacht

Isabella Lund, die schwedische Sexarbeiterin und unermüdliche Vorkämpferin für die Rechte der Sexarbeiter in Schweden ist verstummt.

Seit einem Jahr hat sie in ihrem Blog ‚Att arbeta som Escort’ das schwedische Modell, das die Freier bestraft, angeprangert und über die negativen Folgen für die Sexarbeiter berichtet.

Sie hat sich weiter vorgewagt in der Debatte als andere Sexarbeiter in Schweden, hat Artikel in der Presse veröffentlicht und ist im Radio und TV aufgetreten.

Alles war möglich unter dem Pseudonym Isabella Lund um sich selbst und ihre Kinder vor Angriffen zu schützen.

Einen Vorgeschmack darauf was passiert, wenn ihre Identität bekannt wird, hat sie aber doch in Form von hasserfüllten Mails und ebenso hasserfüllten Angriffen in ihrem Blog und anderen Blogs bekommen.

Hier haben sich besonders die EU-Parlamentarikerin Maria Carlshamre (Feministiskt Initiativ) und ihre ehemalige Mitarbeiterin die Journalistin Johanna Parikka Altenstedt durch Unredlichkeit, Intoleranz und Personangriffe hervorgetan. Besonders Altenstedt scheint die Anonymität von Isabella Lund ein Dorn im Auge zu sein, wie man es in mehreren Beiträgen in ihrem Blog lesen kann.

Letzte Woche brachte das schwedische Radio eine Diskussion mit Isabella Lund und Maria Carlshamre, in der Isabella Lund sehr gut abgeschnitten haben soll.
In dem Blog-Beitrag darüber, in dem Isabella auch über ihre Erfahrungen mit Johanna Parikka Altenstedt berichtet, kommt es dann zu einem Kommentar von Altenstedt.
Sie beschwert sich darüber, in die Debatte hineingezogen zu werden und droht damit Isabellas Identität zu veröffentlichen, wie sie es zuvor schon mit anderen getan hat.

Gegen solch eine Drohung kann Isabella sich nicht verteidigen. Sie ist auf ihre Anonymität angewiesen, in einem gesellschaftlichen Klima, in dem Sexarbeiter bedroht, verfolgt und angegriffen werden.

Sie hat daher die Konsequenz gezogen, sich aus der öffentlichen Debatte zurückzuziehen.
Es geht ihr hauptsächlich darum, ihre zwei Kinder zu schützen.

Das ironische daran ist, dass Altenstedt sich in ihrem eigenen Blog für die Rechte von Kindern einsetzt.

Eine der wichtigsten Stimmen für die Rechte der Sexarbeiter in Schweden ist damit mit unfairen Mitteln zum Schweigen gebracht worden.

Mittel, die wohl nur dann nötig sind, wenn man einer sachlichen Auseinandersetzung nicht gewachsen ist, weil die ‚feministisch’ ideologischen Argumente nicht mit der Wirklichkeit der Sexarbeiter übereinstimmen.

Dieser Beitrag wurde von unserem Moderator JayR verfasst. Wir, das Sexworker Forum bedauern ausdrücklich wie mit Frau Lund umgesprungen wurde. Diese Vorgehensweise ist in keinster Weise akzeptabel.

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