Reinickendorfer vergewaltigt Prostituierte - Polizei stürmt Wohnung
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat gestern früh in Reinickendorf die Wohnung eines 45 Jahre alten Mannes gestürmt. Paul Sch. soll zuvor eine Prostituierte vergewaltigt haben. Die Beamten konnten Sch. überwältigen; in seiner Wohnung fanden sie zudem Waffen vor.
Für die Prostituierte Svenja L. (Name von der Redaktion geändert) klang der ihr zuvor erteilte Auftrag wie andere auch: Sch. aus dem Borsigwalde-Kiez in Reinickendorf bestellte sich die 20-Jährige am Sonntagabend zu sich nach Hause.
Freier wegen Vergewaltigung vorbestraft
Was Svenja L. nicht wusste: Ihr Freier ist polizeibekannt. In seinen Akten steht, dass er wegen Vergewaltigung bereits vorbestraft ist. Ahnungslos fuhr die Prostituierte zu dem weiß getünchten Mehrfamilienhaus an der Holzhauser Straße, in dem nur noch vier Mietparteien leben. Ahnungslos drückte sie den goldfarbenen Klingelknopf neben dem selbst geschriebenen Namenschild mit den Blümchenaufklebern. Ahnungslos führte sie Minuten später aus, was ihr Freier bestellt hatte.Doch irgendwann in der Nacht drehte der 45-jährige Reinickendorfer durch. Er bedrohte Svenja L. mit einer Waffe. Er beschimpfte sie. Er schlug die junge Frau ins Gesicht. Dann soll Sch. die 20-Jährige an einen Stuhl gefesselt und brutal vergewaltigt haben. Über lange Zeit war sie nach eigenen Angaben dem 45-Jährigen hilflos ausgeliefert. Dann ließ Paul Sch. von ihr ab. Er löste die Fesseln, sie durfte sich anziehen und gehen. Svenja L. ging anschließend sofort zur Polizei. Auf der Wache schilderte sie die Vergewaltigung. Die Beamten präsentierten ihr daraufhin mehrere Fotos von bekannten Sex-Tätern. Auf einem der Bilder erkannte die junge Frau ihren Peiniger.
Weil sie den Polizisten außerdem davon berichtete, dass der Täter sie auch mit einer Waffe bedroht habe, zögerten die Beamten nicht lange und alarmierten das SEK in Steglitz. Um 6.15 Uhr ging der Notruf in der Unterkunft der Elite-Polizisten ein. 15 Minuten später brachen die Beamten des SEK in die Wohnung des mutmaßlichen Täters ein, überwältigten ihn und nahmen den Mann fest.
















