Berlin: Weiterhin Luxus-Sex im Bel Ami
EDELBORDELL - Feiertag im Freudenhaus - Weiterhin Luxus-Sex im Bel Ami
Charlottenburg - Nirgendwo sündigt man stilvoller als im Bel Ami, Berlins edelstem Bordell. Doch das Luxusvergnügen in der Flatowallee stand auf der Kippe, die endgültige Schließung drohte (KURIER berichtete). Doch nun darf der Champagner weiterfließen.
Seit 1979 ist Detlef Uhlmann Chef des Bel Ami “und noch nie hat sich jemand über uns beschwert”, sagt er.
Deshalb sei er aus allen Wolken gefallen, als von amtlicher Seite plötzlich Bedenken geäußert wurden. Die hatten auch einen Namen: Klaus-Dieter Gröhler (CDU), Baustadtrat und Berlins bekanntester Hurenjäger. Er pocht auf ein Gesetz, nach dem Bordelle in Wohngebieten unzulässig sind. Einige Puffs hat er schon dicht gemacht, auch im Bel Ami sollten nach seinem Willen für immer die Lichter aus bleiben.
Doch an dem Edel-Klub ist Gröhlers Puff-Politik gescheitert. “Das Bel Ami ist ein Sonderfall”, sagt Rechtsanwalt Percy Ehlert. Von Wohngebiet, wie es allgemein definiert werde, könne in der Flatowallee keine Rede sein. Auch gebe es keine Lärmbelästigung durch das Bordell, dies hätten Anwohner bestätigt.
Bis 2011 darf das Bel Ami nun weitergeführt werden. Danach dürfen dort zwar Sex-Dienste angeboten, aber nicht durchgeführt werden. “Doch meine Gäste können die Mädchen auch ins Hotel mitnehmen” sagt Uhlmann. Im Bel Ami feiert man nun natürlich. Heftig, aber diskret, versteht sich.
Berliner Kurier, 03.11.2007
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