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Rote Karte für Freudenhaus in DÜLMEN

DÜLMEN Keine Erlaubnis für das älteste Gewerbe der Welt: Als erste kleinere Stadt im Regierungsbezirk Münster schränkt die 47 000-Einwohner-Stadt Dülmen das Rotlichtmilieu deutlich ein.

Brigitte Albrink ist „überwältigt“, als sie die Nachricht erreicht. Seit Juni hat sich die Dülmenerin in der „Bürgerinitiative kontra Großbordell“ engagiert. Gestern zeigte Münsters Regierungspräsident Peter Paziorek dem horizontalen Gewerbe in der Kommune die Rote Karte. Mit einer Sperrgebietsverordnung für einen Teilbereich der 47 000 Einwohner zählenden Stadt folgte er damit der Argumentation der Stadt, die Sorge um die Entwicklung im Rotlichtmilieu geltend gemacht hatte.

„Wir haben gehofft, dass sich die Stadt auf diese Weise durchsetzen kann“, sagt Brigitte Albrink. Die Angst vor einem Imageschaden für die „Stadt der Wildpferde“, vor Kriminalität und Zwangsprostitution hatten sie motiviert, sich in der Bürgerinitiative zu engagieren. „Es wäre fatal gewesen, wenn die Pläne vom Großbordell Realität geworden wären“, sagt sie.

Puff-Pläne

Das hatte Michael Stutte in seiner leer stehenden Immobilie geplant. Wie berichtet, hatte der 52-Jährige zunächst an einen Lebensmittel-Discounter vermieten wollen, doch die Stadt Dülmen stellte sich unter Bezugnahme auf den Bebauungsplan quer. Und machte ihm nun auch bei den Puff-Plänen einen Strich durch die Rechnung. Denn Stuttes Immobilie liegt nicht nur nahe an der A 43, sondern auch mitten in dem nun verordneten Sperrgebiet.

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