Rom plant bis zu sechs Jahre Haft für Freier von minderjährigen Prostituierten
Zahl minderjähriger Prostituierter gestiegen: Stadtverwaltung will Hilfskampagne für junge Frauen und härtere Strafen für Freier
Rom - Die Zahl minderjähriger Prostituierter auf Roms Straßen ist im Steigen begriffen. Wie ExpertInnen laut italienischen Medien am Dienstag berichteten, wurde allein im Vorjahr ein Zuwachs um zehn Prozent registriert. Ein großer Teil der Minderjährigen seien Rumäninnen.
Gesetzesprojekt mit härteren Strafen
Die römische Stadtverwaltung plant eine Kampagne, um den jungen Frauen zu helfen, sich von ihren Zuhältern zu befreien. Zugleich will man scharf gegen die Freier vorgehen: Die Regierung arbeitet derzeit an einem Gesetzesprojekt mit härteren Strafen. Darin werden auch die Sanktionen für Kriminelle verschärft, die Minderjährige zur Prostitution zwingen.
Kunden, die mit Mädchen unter 16 Jahren aufgegriffen werden, drohen bis zu sechs Jahre Haft. Bisher konnten sie nur verhaftet werden, wenn sie mit Mädchen unter 14 erwischt wurden. Für Personen, die bei Geschlechtsverkehr mit Prostituierten in der Nähe von Schulen, Kirchen, Parks oder Krankenhäuser überrascht werden, sind hohe Geldstrafen vorgesehen.
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