Herzogenburg/NÖ - Alle sind siegesgewiss
HERZOGENBURG / Bürgermeister schickte Nachtclub-Betreiber den Verbotsbescheid. Anwalt will nun vor Verfassungsgerichtshof ziehen. Beteiligte haben eine Gemeinsamkeit:
VON KATHARINA ZWETTLER UND ALEX ERBER
Das Lied „Skandal im Sperrbezirk“, das in den 80-er-Jahren ein großer Hit der bayrischen Band „Spider Murphy Gang“ war, ist wohl vielen ein Begriff - „Skandal im Gewerbebezirk“ könnte zwangsläufig bald einer werden.
Die Vorgeschichte: Laut einer Verordnung, die Bürgermeister Franz Zwicker erlassen hatte, ist das Anbahnen und Ausüben von Prostitution in dem Bezirk verboten, in dem das Freudenhaus von Peter Pichler steht.
„Haben Strafbescheid endlich erhalten“
Seit Monaten kämpfen Pichler und Grundbesitzer Martin Gröbner um das Aufheben der Verordnung, die ihnen „enormen finanziellen Schaden von rund 150.000 Euro gebracht hat“. Bald soll es so weit sein, meint zumindest ihr Anwalt Dr. Wolfgang List: „Endlich haben wir den Strafbescheid erhalten, indem bestätigt wird, dass im ‚Fixsie‘ trotz Verordnung Prostitution ausgeübt wird. Mit diesem Bescheid können wir uns an den Verfassungsgerichtshof wenden, der Recht geben wird. Dadurch können wir das Geld, das meinen Mandanten von der Gemeinde zusteht, einklagen.“
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