Prekäre Situation für Sexarbeiterinnen
Prostituierte fordern gleichen Zugang zu Rechten, machen in Wien auf Ungleichheiten aufmerksam und wehren sich gegen ihre Stigmatisierung.
WIEN. „Ich mag den Rathauspark“, sagt Anita. „Seit 1993 lebe ich in Wien. Von Anfang an bin ich hier hergekommen, um meine Gedanken zu sammeln.“ Die Tochter von Anita war vier Jahre alt, als sie Polen verließ. „Damals wollte ich mein Glück in der weiten Welt versuchen, wortwörtlich.“
Anita ist Sexarbeiterin, eine von vielen Migrantinnen, die diesem Beruf in Österreich nachgehen. Heute arbeitet sie in einem Swingerklub: „Zum Glück gibt es jetzt mehr Angebote. Ich bin zum ersten Mal, seit ich in Österreich bin, angestellt.“ Jedenfalls ist Anita glücklich, dass sie abgesichert ist.
Und die Arbeit? „Ich mache Sexshows, um die Stimmung zu heben. Die meisten Leute kommen mit ihrem Partner. Sie ziehen sich fast aus, trinken etwas, sehen sich um, knüpfen Kontakte. Sex, mit wem sie wollen – oder sie belassen es beim Zusehen“, erzählt sie aus ihrem Alltag.
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