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GB: Sex mit Prostituierten kann künftig Straftat sein

Sex mit Prostituierten kann in England und Wales unter Umständen künftig eine Straftat sein. Wer Dienste von Frauen des horizontalen Gewerbes in Anspruch nimmt, die für einen Zuhälter anschaffen gehen oder von Menschenhändlern als Sexsklavinnen ins Land geholt wurden, soll künftig zur Kasse gebeten werden, wie Innenministerin Jacqui Smith heute in London ankündigte.

Damit soll die Gesetzeslage in England und Wales den Regeln in Schottland angeglichen werden. Käuflicher Sex ist in England zwar erlaubt, Zuhälterei aber verboten.

Totalverbot erwogen

Nach Angaben der Ministerin hatte die Regierung auch in Erwägung gezogen, käuflichen Sex ganz zu verbieten. Allerdings sei man davon abgekommen, weil es dafür keine Unterstützung in der Öffentlichkeit gebe.

Die Regierung wolle aber dem Menschenschmuggel einen Riegel vorschieben. Die betroffenen Frauen würden “regelrecht als Sklaven gehalten”, sagte Smith. “Verschleppte Frauen haben keine Wahl, Männer hingegen schon.”

Anklage wegen Vergewaltigung droht

Fehlendes Wissen über die Situation der Frauen soll nach den Plänen der Regierung keine Entschuldigung mehr sein. Die erwischten Männer handeln sich einen Eintrag ins Strafregister ein und müssen bis zu 1.000 Pfund (knapp 1.200 Euro) Strafe zahlen. Wer wissentlich den Dienst ausgebeuteter Frauen in Anspruch nimmt, soll wegen Vergewaltigung angeklagt werden können.
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