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Doppelmoral: Die Presse und das horizontale Gewerbe

“16-jähriger vergewaltigt Hure Alexa” - “So zocken die Luden die Kiez-Huren ab” - “Unsere neue Nachbarin ist eine Hure” - So mitfühlend berichten “Bild”, “Hamburger Morgenpost” und andere Boulevardblätter über das “schmutzige Geschäft Prostitution”.

Immer moralisch, mitfühlend, voller Empörung. Doch im Anzeigenteil ändert sich die Tonlage. Hier inseriert “Jana, gerade 18, unerfahren und eng” oder die “geile, rassige Sarah”, “preiswerte” Polinnen und echte “Spritzluder”. Hier moralischer Zeigefinger, dort knallharte Sexwerbung. Denn diese Anzeigen sind ein lukratives Geschäft. Der deutsche Werberat sieht keinen Handlungsbedarf, die Polizei übt oft Nachsicht. Zapp über die Doppelmoral, die Boulevardblätter im Umgang mit dem horizontalen Gewerbe an den Tag legen.


Anmoderation:
Guten Abend oder, je nachdem: guten Morgen bei Zapp im Ersten. Das gekaufte Paradies - wie sich Reisemagazine ihre Artikel bezahlen lassen. Und: überhöhte Preise - wie die NPD die Presse bei Immobiliendeals benutzt. Das sind gleich unsere Themen. Doch zunächst : Die verkaufte Moral. Dass man mit Sex Geld machen kann, ist wohl kein Geheimnis. Auch nicht in den Medien. Und deshalb brüsten sich Boulevardzeitungen gerne mit nackten Tatsachen: Sie verdammen die Prostitution, kämpfen für Recht und Ehre von Huren. Im Kleingedruckten geht’s dann allerdings im gleichen Blatt knallhart zur Sache. Kathrin Becker über die Doppelmoral, die Boulevardblätter im Umgang mit dem horizontalen Gewerbe an den Tag legen.
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