SEXWORKER NEWS

Sexarbeiter Zeitung für den deutschsprachigen Raum - Pressespiegel - Informationen für Prostituierte

Prostitution - Dienstleistung ohne Rechte

Sexarbeit ist in Österreich so geregelt, dass sich Prostituierte nur entwürdigt vorkommen können, beklagen ExpertInnen - Der Gesetzgeber drückt sich vor Maßnahmen

In Österreich waren 2007 genau 5150 Prostituierte registriert: Sie scheinen bei der Exekutive als gemeldet auf, zahlen Steuern und gehen einmal pro Woche zur medizinischen Kontrolluntersuchung. Neben jenen Frauen, die den sogenannten “Deckel” haben, gibt es aber noch eine Großzahl an illegal als Prostituierte arbeitenden Personen - Schätzungen gehen allein für den Raum Wien von etwa 3.000 aus. Die jüngsten Zahlen stammen aus dem Arbeitsbericht “Prostitution”, der vom Frauenministerium in Auftrag gegeben wurde.

Opferdiskurs dominiert

Mit der Tatsache, dass es Sexarbeiterinnen und die dazugehörige Nachfrage in Österreich gibt, scheinen die Gesetzgeber nach wie vor Probleme zu haben. Es dominiert ein “Opferdiskurs”, wie es Beratungseinstellungen wie Lefö oder auch “Sexworker.at” formulieren, der Mitleid und moralische Empörung mit Solidarität verwechselt. Für jenen Teil der Prostituierten, die sich als selbstbestimmte Personen begreifen, ist allerdings die gesetzliche Lage eine Zumutung. Größtes Problem: Das OGH-Urteil über die Sittenwidrigkeit von Prostitution, welches zur Folge hat, dass Sexarbeiterinnen keine arbeitsrechtlichen Verträge abschließen oder etwa gewerkschaftliche Vertretungen aufbauen können.

Kritisiert werden auch die Zwangsuntersuchungen, die derzeit einmal pro Woche für alle registrierten Prostituierten durchzuführen sind. Sexarbeiterinnen verweisen dabei auf Deutschland, wo die als Entmündigung empfundenen Untersuchungen bereits vor fast 10 Jahren abgeschafft wurden. Die “Volksgesundheit” habe sich deshalb nicht verschlechtert, zeigen Untersuchungen.

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Doppelmoral: Die Presse und das horizontale Gewerbe

Doppelmoral: Die Presse und das horizontale Gewerbe. Immer moralisch, mitfühlend, voller Empörung. Doch im Anzeigenteil ändert sich die Tonlage. Hier inseriert “Jana, gerade 18, unerfahren und eng” oder die “geile, rassige Sarah”, “preiswerte” Polinnen und echte “Spritzluder”. Hier moralischer Zeigefinger, dort knallharte Sexwerbung. Denn diese Anzeigen sind ein lukratives Geschäft. Der deutsche Werberat sieht keinen Handlungsbedarf, die Polizei übt oft Nachsicht. Zapp über die Doppelmoral, die Boulevardblätter im Umgang mit dem horizontalen Gewerbe an den Tag legen.

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Filme über Sexarbeit bzw. Prostitution

Ein neuer Bereich wurde bei sexworker.at - dem Forum von und für Profis aus der Sexarbeit aus der Taufe gehoben: Filme über Sexarbeit bzw. Prostitution.

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Openair Filmveranstaltung in Göttingen anlässlich des Internationalen Hurentages - Tages der Rechte von Prostituierten

Esterellas de la Linea - The Railroad All-stars
(Dokumentarfilm Spanien/Guatemala 2006)
Veranstalter_innen: Initiative „Lust…auf Rechte“ mit Unterstützung des DGB Jugend Göttingen
Was für die einen ein „verruchtes Gewerbe“ ist, ist für die in der Prostitution Arbeitenden ein gelebter, oft prekärer Arbeitsalltag, in dem es an Rechtsschutz und Respekt, aber nicht an Zielen und Handlungsvermögen mangelt. In Guatemala [...]

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Das Geschäft läuft ab wie eh und je - TV Sendung!

Einblicke ins Milieu - TV Sendung auf 3Sat
Wenn die Geschäfte schließen, erwacht in vielen deutschen Großstädten das Gewerbe der Prostitution erst richtig zum Leben. Etwa eine Million Männer sind es jeden Tag, die nicht brav zu Bett gehen, sondern die käufliche Liebe in Anspruch nehmen. Bordelle, Clubs und den Straßenstrich - ein Gewerbe, dass der [...]

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Interview mit der Oberelfe Liebeselfin Jasmin

Liebeselfin oder Oberelfin - unsere Jasmin von www.liebeselfen.at macht überall eine gute Figur - so auch in dem in der Zeitschrift WOMAN veröffentlichten Artikel

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