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Potsdamm - Kommunen gegen Prostitution

ORDNUNG: Strich durch die Rechnung

POTSDAM - Dutzende Polizisten sind gestern am sowjetischen Ehrenfriedhof in Potsdam aufmarschiert und haben mit der Evakuierung von 3.000 Menschen und der Sperrung der B 2 die Bordsteingeschäfte der bulgarische Straßenprostituierten vollständig zum Erliegen gebracht.

Jedoch war das Großaufgebot der Ordnungshüter keine prompte Reaktion auf die Empörung, mit der CDU-Vizelandeschef Sven Petke das unsittliche Verkehrschaos entlang der Bundesstraße 2 zwischen Michendorf (Potsdam-Mittelmark) und Potsdam tags zuvor angeprangert hatte. Der von Gegnern der Straßenprostitution vor den Toren der Landeshauptstadt geforderte Sperrbereich diente gestern lediglich der Entschärfung einer amerikanischen Weltkriegs-Fliegerbombe und war entsprechend befristet.

Über langfristig erfolgreiche Maßnahmen zur Verdrängung des Straßenstrichs an der B 2 wird derzeit zumindest in der Gemeindeverwaltung von Michendorf gegrübelt – zumal entlang der Fernstraße nach Potsdam immer mehr Damen auftauchen, die erkennbar keine Pilzesammlerinnen sind.

Nahe Michendorf, wo der Straßenstrich vor Monaten seinen Ausgangspunkt hatte, bevor er sich bis Potsdam erstreckte, diskutiert die Verwaltung das Für und Wider eines Sperrbezirks. „Wir werden versuchen, alle Möglichkeiten zu nutzen, die wir haben“, sagt Ordnungsamtsleiterin Katleen Liermann. Auf Anregung der Kommune kann der Innenminister einen Sperrbezirk ausrufen, in dem Prostitution verboten ist.

Voraussetzungen sind, dass der Jugendschutz und der öffentliche Anstand in Gefahr sind.

Schulen und Kitas liegen nicht in der Nähe der Haltestelle, an der die Damen bei Michendorf ganz bewusst jeden Linienbus verpassen. Aber der dort entlangführende Radweg wird so intensiv von Schülern genutzt, so dass die Anwesenheit der Damen als Angriff auf den Jugendschutz gesehen werden könnte. In Michendorf will man das Vorgehen mit der Stadt Potsdam abstimmen, weil der Straßenstrich seit kurzem auch die Landeshauptstadt erreicht habe.

Der Potsdamer Verwaltung ist das Problem aber offenbar noch nicht so recht vertraut. Auf Anfragen der MAZ zu dem Problem gab es gestern zunächst keine Antworten. (Von Frank Schauka)

http://www.maerkischeallgemeine.de/….die-Rechnung-ORDNUNG.html

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