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Pussy Club Fellbach - Flatrate mit den Augen einer SexarbeiterIn

Der nachstehende Bericht über den Pussy Club Fellbach wurde von einer aktiven SexarbeiterIn, welche auch ModeratorIn von sexworker.at ist geschrieben - nachdem sie den Pussy Club Fellbach besucht hat und dort gearbeitet hat. Also im Gegensatz von manchen selbsternannten Experten weiß diese Frau tatsächlich worum es geht - und man sollte ihre Eindrücke zur Kenntnis nehmen, bevor man nach Verbot oder Ähnlichem schreit!

Bevor ich anfange , möchte ich dazu noch etwas sagen.

Ich habe nichts Besonderes gemacht, sondern wollte mir nur meine eigene Meinung bilden. Das kann ich nur, wenn ich auch dort war und mit den Kolleginnen gesprochen habe. Ich hatte es satt, jeder redet drüber, schreibt und beeinflusst, löst Diskussionen aus um das Für und Wider, aber keiner weiß es wirklich. Mir war klar, dass es schwierig sein wird,denn ich spreche weder die Sprache, noch gibt es für die Mädchen dort eine Veranlassung überhaupt mit mir zu sprechen.
Aber den Versuch wollte ich wagen!
Mein Bericht gliedert sich auf, und ich bin im Moment noch nicht ganz fertig, deshalb werde ich in mehreren Teilen schreiben.

Mailverkehr, Interview mit den gesammelten Fragen, Ablauf und Eindrücke…. kann sein, dass es manchesmal etwas durcheinander kommt, aber ich hoffe trotzdem eine realistische Schilderung hinzubekommen.
Ganz am Schluss werde ich noch mein Fazit und meine Meinung dazu schreiben, sowie einige Anmerkungen.

Ich bitte euch zu warten, bis ich alle Teile gepostet habe, danach können wir uns gerne darüber austauschen und ich werde eventuelle Fragen so gut wie möglich beantworten.
Desweiteren bitte ich euch eindringlich, die hier erhaltenen Informationen vertraulich zu behandeln, denn meiner Meinung nach geht es Nichtsexworker nichts an, was ich hier an Internas erfahren habe und euch weiter gebe.
Ich werde einen weiteren Bericht schreiben, der nur meine Eindrücke schildert und so im offenen Bereich stehen kann, da er keine Internas enthält.

Der Bericht ist sehr lange und ich gebe zu, dass ich das Wirrwar meiner Eindrücke heute schon seit meiner Ankunft zuhause versuche zu Papier zu bringen…..
Ich habe Frau Floreiu zugesagt ihr diesen Bericht zukommen zu lassen, da ich es für fair halte, nachdem sie mir die Möglichkeit gab mich in ihrem Club frei zu bewegen um eigene Eindrücke zu sammeln.

Teil 1

Bericht über meinen Besuch im XXL Pussy Club Fellbach


Da es für mich absolut inakzeptabel ist, über Flatrateclubs, im speziellen über den Pussyclub/Fellbach zu urteilen, ohne mich selbst darin bewegt zu haben, habe ich beschlossen dort einen Termin zu machen.
Es gab zwei mögliche Optionen:
1. In „geheimer Mission“ als Ehefrau eines Besuchers, da dies auf der Webseite unter FAQ als erlaubt beantwortet wird
2. Ganz offiziell, da in der Gegendarstellung des Clubs der Satz steht…“überzeugen sie sich jederzeit selbst davon.
Ich habe mich dafür entscheiden mit offenen Karten zu spielen und eine offizielle Anfrage zu stellen.

Hier die Antwort per Mail auf meine über das Kontaltformular gestellte Anfrage


Betreff: AW: Pussy-Club Webkontakt Stuttgart (Tel: 01520-8338460)
Von: “Pussy-Club” <info>

An: “Tanja_Regensburg >
Datum: 20.07.09 11:08:28 Uhr

Betreff: AW: Pussy-Club Webkontakt Stuttgart (Tel: 01520-8338460)

20.07.09 11:08

Hallo Tanja,

Frau Floreiu wird planmäßig am Dienstagabend zu einem Termin in Fellbach sein.
Wie wäre es Dienstagabend um 21 Uhr?

Zu dem Zeitpunkt ist Betrieb aber das macht ja nichts :)
Sagen Sie Bescheid ob Ihnen der Termin passt.

Schöne Grüße
Alex

P U S S Y - C L U B

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Tanja_Regensburg
Gesendet: Sonntag, 19. Juli 2009 12:34
An: info@pussy-club.eu
Betreff: Pussy-Club Webkontakt Stuttgart (Tel: 01520-8338460)

Sehr geehrte Geschäftsleitung des Pussyclub Stuttgart,

Ich bin Tanja_Regensburg, Sexworkerin, ModeratorIn bei www.sexworker.at, einem Forum von Profis für Profis.

Auf Grund der vielschichtigen Diskussionen, und meinem Kampf für die Rechte von Sexworkerinnen, habe ich den Entschluss gefasst mir Ihren Flatrateclub persönlich anzusehen.
Ich möchte nicht über jemanden reden, sondern mit Ihnen und einigen Ihrer Damen.
Das mache ich mit offenem Gesicht… also nicht versteckt….
Gerne arbeite ich auch einen Tag in Ihrem Club, wobei ich davon ausgehe, das dies wahrscheinlich nicht möglich ist, da ich ihre Altersgrenze sehr weit überschreite.

Ich beziehe mich auf Ihre Gegendarstellung in der folgende Aussage getroffen wurde….
“Kommen Sie in meine Clubs und überzeugen Sie sich
selbst“ jederzeit!”

Dies würde ich gerne in Anspruch nehmen… denn ich will mir nicht immer unterstellen lassen, nie dort gewesen zu sein. Ich bin nicht gegen Flatrateclubs, im Gegenteil, ich sehe darin auch eine Möglichkeit für inländische Kolleginnen, nur von den Arbeitsbedingungen bin ich nicht wirklich überzeugt…
Deshalb suche ich das Gespräch.
Ich bin am Dienstag, 21.7.09 in Ihrer Nähe, und würde diesen Tag sehr gerne nützen… Ihr Einverständnis vorausgesetzt!
Bitte rufen sie mich bald möglichst an unter 01520-8338460 für ein Vorabgespräch, oder teilen sie mir mit, wie, und wann am besten ich Sie erreichen kann.

Liebe Grüße
Tanja

Nachdem ich die Zusage erhalten hatte, habe ich mir überlegt, was mich interessieren würde und habe hier auf sexworker.at die Gelegenheit gegeben, Fragen, die euch interessieren zu posten, damit ich sie in unserem Namen stellen kann.
Daraus entstand folgendes Interview, welches ich mit Frau Floreiu geführt habe, das ich im Anschluss kommentieren möchte.
Ich möchte betonen, dass ich wirklich offen aufgenommen wurde und meine Fragen stellen konnte, die auch freundlich beantwortet wurden!
Frage: 1.Wie und wo werben sie die Damen?

Antwort: Ich habe zuerst im Internet und in Heim und Welt(Deutsche Illustrierte->im Mittelteil sind Stellenanzeigen für Sexarbeiterinnen) geworben, aber die Mädchen, die bei mir gearbeitet haben informierten Freundinnen über diese Arbeitsmöglichkeit, so dass ich heute keine Stellenanzeigen mehr schalten muss. Mittlerweile gibt es sogar Wartelisten, da die Mundpropaganda Mädchen in Fkk-Clubs erreicht, die auf Grund von Sprachschwierigkeiten dort wenig verdienen.

Frau Floreiu spricht rumänisch und ungarisch

2.Ist es auch für inländische Sexarbeiterinnen möglich tageweise in ihrem Club zu arbeiten?

Ja, auch inländische (deutsche und ständig in Deutschland lebende Kolleginnen) Sexarbeiterinnen sind willkommen

3.Ist es möglich einen Arbeitsvertrag zu sehen?

Ich habe problemlos einen Arbeitsvertrag in deutsch und in rumänisch (übersetzt durch eine vereidigte Übersetzerin in Deutschland) erhalten! Werde diesen an Zwerg weiterleiten.

4.Was ist darin genau festgelegt?

Rechtliche Stellung
In Stichpunkten: Selbständige Prostituierte, behördlich gemeldet, bestätigt freiwillig und ohne jeden Zwang den Pussyclub aufgesucht zu haben und der Tätigkeit bei der Betreiberin aus eigenem Antrieb nachgehen zu wollen. Desweiteren gibt sie an in der Vergangenheit wie folgt tätig gewesen zu sein……(Wo sie als Prostituierte gearbeitet hat)

Tätigkeitsumfang
in ihrer bisherigen Tätigkeit als Prostituierte folgende Sexualpraktiken durchgeführt zu haben ( Bisheriger Service)
Während der Tätigkeit bei der Betreiberin wird sie zwar an der Unterhaltung der Gäste mitwirken, entscheidet aber ausschließlich selbst und ohne Beeinflussung seitens des Betreibers ob und ggfls in welchem Umfang sie sexuelle Handlungen mit Gästen vornimmt. Dies bleibt ihrer alleinigen Entscheidung vorbehalten und muss auch nicht begründet werden.

Vertragsdauer und Vergütung:
Der Rahmenvertrag läuft auf zwei Monate und endet automatisch ohne Kündigungserklärung.(eine Art Probezeit, der Vertrag kann jederzeit ausgedehnt werden und für länger gemacht werden)
Nur während der Laufzeit des Vertrages ist es gestattet den Pussyclub aufzusuchen und dort tätig zu sein. An welchen Tagen entscheidet die SW nach eigenem Gutdünken, wobei sie verpflichtet ist die von ihr gewünschten Einsatztage eine Woche im Voraus beim Betreiber anzuzeigen. Erscheint sie nicht zum angezeigten Datum, entfällt ihr Vergütungsanspruch für diesen Tag. Die SW kann ihre Tätigkeit auch jederzeit vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit einstellen ohne das hieraus Ansprüche seitens des Betreibers entstünden.

Vergütungsanspruch
Für jeden Einsatztag erhält sie einen Pauschaltag, damit sind alle Leistungen der SW abgegolten Besteuerung erfolgt über das Düsseldorfer Verfahren, wobei die Anmeldung vom Betreiber veranlasst wird.(25€ tgl oder Steuernummer)

Anmerkungen in Klammern von mir, zur Erklärung.

5. Wie hoch ist die Entlohnung? Gibt es Bonus, wenn ja, wofür? Werden Extras wie z.B. Anal gesondert vergütet?

Standartprogramm -> 120€
Bonus für Shows und Flyer verteilen 10 €- 20€ tgl, oder nach Absprache
Eventuell 100€ pro Woche, wenn sehr bemüht
Bei Anal 140€ - 160€ nach Absprache, manche auch 200€ wenn sehr begehrt

6.Welche Kosten trägt die SW?

Alle privaten Kosten, z. B. Unterkunft, An- und Abreise,usw
Essen und Getränke stellt der Club zur Verfügung

7.Wie sieht die Versorgung bei Krankheit aus?

Die SW wird ins Krankenhaus oder zum Arzt gebracht, muss aber die Kosten selbst tragen, oder hat eine eigene Krankenversicherung

8.Gibt es seperaten Pausenraum für die Mädchen?

Ja ( ich saß in diesem zum Gespräch, nicht groß, aber ausreichend)

9.Würden sie Mindeststandarts für den Arbeitsplatz akzeptieren und umsetzen?

Ja, wenn es diese Anforderungen gibt, jederzeit.

10.Könnten sie sich vorstellen, weniger agressiv zu werben(Hummer mit sehr auffälliger Werbung 70€ All Inclusive, leicht bekleidete Damen neonpink steht vor der Türe und fährt auch so durch den Ort)

Ja, wäre möglich

11. Wohnen die Damen im Haus?

Nein, in Pensionen, Wohnungen, die von mehreren Mädels zusammen gemietet werden, ab und an „ruhen“ im Club, aber nur als Ausnahme

Nach diesem Gespräch erhielt ich die Erlaubnis, im Pussy Club zu “arbeiten” und mich mit den anwesenden Mädchen zu unterhalten, ohne dass ich von der Clubleitung dabei begleitet wurde


Frau Floreiu bat eine Kollegin die sehr gut deutsch spricht in den Pausenraum, damit ich ihr Fragen stellen konnte….
Sie erzählte mir, dass sie aus Österreich kommt, genauer Klagenfurt … geschieden ist, keine Kids hat und gerne meine Fragen beantwortet….
1.Wie bist du hier her gekommen?
Eine Freundin, die jetzt nicht mehr hier ist, hat mich angerufen und gesagt hier ist es gut.
2. Kennst du andere Formen des Paysex?
Ja, ich habe in einem Studio in Österreich gearbeitet, gibt Wohnungen, FKK Clubs, Puff,
3. Darfst du deinen Service frei wählen…
Ja, kein Problem, ich mache nichts was ich nicht mag
4.Wo bist du untergebracht, wo schläfst du
In einer Pension, andere Mädchen haben zusammen Wohnungen
5.Wie werdet ihr verpflegt?
Wir essen zweimal am Tag gemeinsam hier, Getränke sind dürfen wir nehmen
6.Wie verbringt ihr eure Freizeit?
Ganz normal, in die Stadt gehen, einkaufen…
7. Wie wird euer Geld ausbezahlt?
Jeden Tag nach der Schicht in bar
8. Kannst du vor dem vereinbarten Ende der Laufzeit abreisen…
Ja , ich kann sagen ich gehe , dann kann ich gehen, jederzeit
9. Kennst du die Werbung für den Club… All Inclusive, so viel und sooft der Mann will….
Ja ist ok,
10. Wie lehnst du Gäste ab?
Tu ich eigentlich gar nicht. Aber wenn ich nicht mag sage ich später
11.Gibt es ausreichend Pausen
Ja, ist in Ordnung, kann immer mal gehen hierher(pausenraum) oder Dusche( da gibt’s nen Vorraum)
12. Was passiert, wenn du krank wirst.
Wir werden ins Krankenhaus gefahren.
13, wer zahlt den Arzt?
Ich bin krankenversichert…. Aber nicht alle hier… einige müssen selbst bezahlen
14.Arbeitet ihr während eurer Tage…. Nein, nur vielleicht am Ende, auch nicht wenn ich Kopfweh habe
15. Arbeitet ihr zwei Schichten?
Manche, nicht alle, ich manchmal, wie ich Lust habe
16. Aus welchen Ländern kommen deine Kolleginnen?
Rumänien, Ungarn, Moldavien
17. Was sind deine Ziele, Wünsche
Ich will Geld sparen die für Zukunft
18. Gibt es etwas was dich hier stört, was besser sein könnte…
Nein, ist gut so, alles ok

Meine Gesprächspartnerin zeigte mir zunächst den Duschraum der Damen.
Im Vorraum war eine „Nageltante“, die den Damen die Fingernägel verschönt und erneuert hat. Ich habe geduscht, Dusche nicht wirklich modern, aber sauber und mich umgezogen. Meine Sachen kamen in einen abschließbaren Spind und ich bekam meinen Schlüssel um das Handgelenk Jede Dame hat ihren Schlüssel immer bei sich.Als ich umgezogen war wurde mir das ganze Haus gezeigt, ich gebe zu, ich fühlte mich ähnlich wie in einem Swingerclub. Die Räume sind zweckmäßig ausgestattet, Kondome, Zewa, Feuchtetücher stehen am Bett bereit, die Zimmer haben keine Türen, dafür aber zum Teil Blickdichte Vorhänge, bzw so eine Art Fadenvorhang. In einem größeren Vorraum auf dem Weg zu einer gemütlich eingerichteten Freiterrasse sind zwei Masseure, die sowohl die Herren, wie auch die Damen massieren, einen Raum weiter stehen zwei Solarien, wie sie auch in guten Sonnenstudios zu finden sind. In der unteren Etage ist ein großer Raum, der als „Esszimmer“ dient…. Hat allerdings eher den Charme eines Kantinenraumes…. Es gibt mehrere Esstischgruppen und eine Essensausgabe.
An diesem Abend gab es Pommes, Kartoffelbrei, Chicken Nuggets und Hühnchenbrust natur in einer Tomaten Erbsensoße, dazu sauer eingelegte Paprikastreifen und Blumenkohl.
Die Treppen wieder hoch unter neugierigen Blicken von den anwesenden Damen und Herren wurde ich in den „Partyraum“ gelotst,
Vor mir eine Theke, an der Getränke in Plastikbechern ausgeschenkt werden, Bier in Flaschen…
Rechts von mir mehrere Sitzgruppen auf denen Kolleginnen sitzen, die mich etwas argwöhnisch betrachten, (natürlich falle ich auf … Nationalität deutsch und bedeutend älter als die anwesenden Mädchen) und Männer, die auch nicht sicher sind was oder wer ich bin….
Links von mir eine kleine Tanzfläche in deren Mitte eine Tanzstange und außen herum wieder Sitzgruppen auf denen Kolleginnen sitzen und Gäste. Es spilet sehr laute Manele Musik….rumänische Schlagermusik
Meine Begleiterin, die mir die Gegebenheiten erklärt hat, platziert mich in mitten einer Gruppe Mädchen.
Was genau sie auf rumänisch sagt, kann ich nicht beurteilen, denn ich spreche die Sprache nicht. An den Gesichtern kann ich erkennen, dass sich Unsicherheit breit macht, einige stehen auf und gehen, andere betrachten mich neugierig….auf meine Versuche mit ihnen zu reden kommt zunächst nur Achselzucken und ich bin mir nicht sicher, wer mich eigerntlich versteht, bzw wer mich verstehen will.Schwierig…. aber ich habe das Gefühl, dass die Damen meinen, ich wäre gegen den Club und möchte dass er zu macht….
Weil ich mir schon gedacht habe, dass ich enorme Sprachschwierigkeiten haben werde, wollte ich mich nicht darauf verlassen, dass jemand vom Club übersetzt sondern habe mich im Club mit einem Kunden verabredet, von dem ich weiß, dass er rumänisch spricht und auch ungarisch und moldawisch mir weiterhelfen kann beim Übersetzen.
Ich hab mich etwas mit ihm unterhalten und er hat mir sehr viele Infos über die rumänische Mentalität gegeben. Er ist schon lange mir einer Rumänin verheiratet, die er in Rumänien kennengelernt hat. Da ich die rumänischen Kolleginnen weder überrennen wollte mit meinem Interesse noch sie bedrängen mit mir zu sprechen, hab ich mich zunächst einmal aufs beobachten beschränkt und mich alleine nochmal auf Tour durch den Club gemacht.
Mir viel auf, dass die Mädchen kleine Gruppen bilden und sich lautstark unterhalten… Männer einzeln oder zu mehreren sitzen dazwischen, können dem Palaver aber selten folgen, da es in einer Mischung aus ungarisch und rumänisch stattfindet. Mein „Dolmetscher“ hat mir als Info gegeben… die Gruppen der Mädchen bilden sich selten, bis gar nicht gemischt….Die Damen sind fast alle aus Rumänien, aber in Rumänien gibt es eine Minderheit die ungarisch spricht. Die Gruppen bildeten sich also aus Mädchen, die sich rumänisch, und Mädchen die sich ungarisch unterhielten. Er sagte mir auch, dass ich Gesprächsthema bin und eine Mischung aus Neugier, Angst und Ablehnung die Gespräche bestimmt. Mein Weg führte mich weg vom Partyraum hoch in die Arbeitszimmer… dort herrschte wenig Betrieb… etwas weiter hinten hörte ich plötzlich energisches Geschimpfe….habe mich dann diskret vor den Vorhang gestellt und durch einen Spalt beobachtet, wie ein zierliches Mädel sehr energisch einem Gast klar machte, dass ihr nicht passt, wenn er sie anspritzen möchte..Scheinbar hatte er sie während dem Blow Job (mit Gummi)gefragt, ob er ihr ins Gesicht spritzen kann….Sie: Du nix mein Gesicht.. ich nix wegputzen basta. Er lies nicht locker und hat versucht sie zu drängen. Daraufhin hat sie ihm den Gummi runtergezogen und ist weg. Sie hat ihn einfach stehen lassen (unfertig;.))und sich um einen anderen gekümmert… Da hab ich sehr schmunzeln müssen… sie haben mich nicht bemerkt… der Mann hat natürlich gemosert und gemeint sie sei eine Schauspielerin.. ist aber von dannen gezogen zum duschen. Hm , also ablehnen können die Kolleginnen jederzeit, ohne Probleme und das tun sie auch energisch, wenn ihnen etwas nicht passt. Auf meinem Rückweg nach unten (ich war immer noch alleine unterwegs ) war in den Zimmern nichts besonderes oder Außergewöhnliches…

Mädels die ihren normalen Job gemacht haben, ich habe keinen groben Mann beobachten können, eher im Gegenteil…Sie fragen im Partyraum und auf den Gängen ganz leise und schüchtern… hast du Zeit und die Mädels gehen entweder mit oder sie sagen jetzt nicht… wobei diese Ablehnung meist erst durch Körpersignale ausgedrückt wird, indem sie sich Händen(Berührungen), die ihnen zu weit gehen entziehen.. wenn der Mann das nicht kapiert, dann wird er an den Händen gefasst und sie tanzen mit ihm… tanzen ihn an, lächeln und versprühen Freundlichkeit, ähnlich wie man Gastfreundschaft in ihrem Land ausdrückt…da herrscht dann zusammenhalt, denn andere Mädels gesellen sich dazu und tanzen, lachen und flirten, nehmen Gäste bei den Händen, animieren sie zum tanzen singen und klatschen…
Mir fehlen da irgendwie die Vergleiche, aber als ich einmal bei einer rumänisch/deutschen Hochzeit war, war es ähnlich .. es wurde freundlich versucht alle anwesenden zu integrieren…. Mittlerweile hatte sich sie Stimmung etwas entspannt, die Mädels waren ausgelassen alberten herum und animierten die anwesenden Herren durch erotische Bewegungen….zupften bei dem ein oder anderen am Badetuch was auch allen Seiten Gelächter auslöste….
Die Jungs fühlten sich sichtlich wohl bei dem Interesse, das ihnen die Mädels schenkten… jeder wurde mit einbezogen….plötzlich Gekreische, dann das erste Lied auf englisch an diesem Abend… Die Mädels setzen sich mit den Gästen rund um die Tanzstange,ich wurde in einen Sessel, mit guter Sicht zur Stange, buxiert. Es war das Zeichen für den ersten Showauftritt an diesem Abend….Zwei sehr hübsche Damen zeigten eine wirklich wunderschöne „Lesbenshow“, bei der aber alles nur angedeutet wurde , an der Stange. Das sah hocherotisch aus! Die anderen Mädchen unterstützten ihre Kolleginnen durch Zwischenapplaus und durch Zurufe… die Männer waren dazu nicht mehr wirklich in der Lage, da bei den meisten der Mund offen stand, aber ab und zu kamen Anfeuerungspfiffe und Klatschen…. Schmunzel
War nett zu beobachten, hat mir sehr gefallen, ich hab mitgeklatscht und mitgesungen…. Scheinbar hatten die Gespräche von meinem „Dolmetscher“ inzwischen Wirkung gezeigt, denn die Mädchen haben ihn , als ich alleine war immer wieder neugierig gefragt, ob ich seine Frau sei, was ich hier will, warum ich da bin… er hat ihnen geduldig mein Anliegen erklärt…. Habe mich im Vorfeld zwei Stunden intensiv mit ihm unterhalten und ihm genau erklärt, was ich da möchte….Mir vorurteilsfrei meine eigene Meinung bilden, sehen wie das Arbeiten da ist und wie es den Mädels dabei geht, erfahren, wie sie sich fühlen, wie die Männer sich verhalten , Mit ihnen reden, ihre Sicht der Dinge erfahren…
Erste zaghafte Gespräche entwickelten sich… plötzlich sprachen einige Damen doch deutsch…beantworteten einzelne Fragen…
das ist ein guter Job, wenn hier zu ist, dann verdiene ich kein Geld mehr…, sie hatte vorher in einem FKK Club in Gießen gearbeitet…. Aber nichts verdient auf Grund ihres Aussehens (ein sehr nettes, aber eher unscheinbares Mädel). Hier muss sie nicht auf die Männer zugehen, hier fragen die Männer….das ist besser lacht sie mich an…
ein anderes Mädel redet sich etwas in Rage… warum ich will, dass hier zugemacht wird, warum ich ihr ihren Job wegnehmen will… sie scheint da etwas falsch interpretiert zu haben, die umstehenden Mädchen reden auf rumänisch auf sie ein… sie winkt ab,schimpft und geht weg….Achselzucken und zweifelnde Blicke, die ich nicht deuten kann…Ich kann sie verstehen, zwar nicht sprachlich, aber gefühlsmäßig…. Sie haben scheinbar dort etwas gefunden, das ihnen und ihrer Mentalität sehr nahe kommt…
eine kleine quirlige Dunkelhaarige sagt… weißt du, wir sind hier wie eine Familie… wir essen zusammen zwei mal am Tag, wir machen vieles zusammen, wenn ein Mann nicht nett, dann alle ignorieren ihn( daher wohl einige sehr negative Berichte)wir tanzen is wie Party…
eine weitere mischt sich ein in gebrochenen Deutsch… hier jeden Tag Geld, wenn ich da bin, ich nix toll aussehen, aber Männer ok, ich arbeiten…dann stehen sie auf und tanzen wieder mit einzeln herumstehenden Männern… na ja sieht tolpatschig aus bei den Herren, als sie versuchen sich wie die Mädchen zu bewegen…
Mein „Übersetzer“ sitzt an der Bar und ich gehe zu ihm…. Wieder bekomm ich „Nachhilfe“ in rumänischer Mentalität und Verhalten…Einer der Männer neben uns zeigt plötzlich sehr intensives Interesse an mir… als er merkt, ich bin Deutsche ist er sehr verunsichert…fragt mich ob ich wirklich hier arbeite…ich antworte wahrheitsgemäß, ja, bin zur Probe da und lächel ihn an…der ist so verdattert, dass er zwar meinen Busen mit beiden Händen kurz anfasst, sich dann aber trollt… was mit einem tiefen Lachen an meiner linken Seite quittiert wird…
Na prima… , auch das Mädel neben meinem lachenden Dolmetscher lacht laut mit… Er fragt sie, ob ich ihr Fragen stellen darf…. Sie spricht kein Wort deutsch…sie kommt mit in den Speiseraum
Unten wieder die Gruppenbildung der Mädchen… ungarisch sprechende Tischnachbarn und rumänisch sprechende… und dazwischen Tische an denen Gäste zusammensitzen und sich unterhalten…Wir gehen an einen einzelnen Tisch und ich frage sie, über meinen Dolmetscher, wie sie erfahren hat, dass sie hier arbeiten kann….Ich wusste gar nicht dass der Satz in rumänisch so lang ist… aber scheinbar musste er ihr erklären, wie ich das meine, denn die ersten Antworten die kamen, haben meine Frage nicht beantwortet…
Sie sagte sie arbeitet im Pussy Club, ja das ist ein Job.
Ich habs dann mit Vorgaben versucht, die übersetzt wurden… Aus der Zeitung, von Freundinnen, Anruf… wie????
Dann die Antwort übers Internet….Mein Gefühl sagt mir, dass das so nicht stimmt, aber ich sage nichts
Noch eine Frage… wo sie vorher gearbeitet hat…. Antwort nein nur im Pussyclub…auch hier hab ich das Gefühl , dass dies nicht stimmt, denn meine beurteilen zu können, dass sie den Job schon länger macht… trotzdem nehm ich es einfach als gegeben…
Bekommst du dein Geld täglich, wöchentlich, monatlich ???
Antwort .. jeden Abend
Gehst du mit jedem Mann??.. sie schüttelt den Kopf, dann sagt sie aber ja… hm
Ich sollte rumänisch sprechen lernen…dann wärs vielleicht einfacher, denn ich bin mir nicht sicher ob sie richtig verstanden hat, was ich wissen möchte….
Einen Tisch weiter sitzt eine Gruppe von Mädchen beim Essen als eine plötzlich zornig wird.
Sie fährt mich an, ich soll endlich gehen… sie mag mich nicht…. sehr direkt, aber ok
Ich versuche mit ihr zu reden und frage freundlich ob sie mich verstehen kann… damit provoziere ich sie scheinbar unbeabsichtigt noch mehr…nein, weil ich bin ja dumm und ungebildet… hau ab…ich habe Kinder zuhause, die haben Hunger….auf rumänisch versuchen die anderen Mädels sie zu beschwichtigen

Sie lässt sich nicht beruhigen und ihre ganze Wut und ihr aufgestauter Zorn entläd sich
Wenn hier zugemacht wir, dann setzt sie ihre Kinder dem Bürgermeister vors Rathaus( mein Dolmetscher übersetzt mir ihren Redeschwall mit dem sie mich anfährt), dann bringt sie sich um, weil sie nicht mehr weiß was sie dann tun soll… sie wird immer lauter.. andere Mädels kommen, einige gehen weg…immer wieder versuche sie sie zu beruhigen… ich sitze da und höre ihr zu, obwohl ich nichts verstehe…immer wieder ein paar Brocken in deutsch… ich soll weggehen, sie braucht mich nicht , ich muss nicht für die kämpfen, das kann sie alleine…
Ich soll sie anschauen, sie hat kaputte Zähne, hier ist das den Männern egal… im FKK Club hat sie nichts verdient, wusste nicht wie sie den Eintritt zahlen soll.. hier hat sie jeden Abend Geld, das sie zu Leben braucht….dann geht sie immer noch vollkommen aufgewühlt…
Mir tut es leid, sie so gereizt zu haben, bin mir aber eigentlich keiner Schuld bewusst….nehms auch nicht persönlich, hab ich doch ihre Angst gespürt, dass sie nicht mehr hier arbeiten kann, dass ihr diese Möglichkeit genommen wird… Ihre Verzweiflung war unübersehbar….
Eines der Mädchen fragt mich ob ich jetzt gegen den Club bin…..
Ich schüttle den Kopf und sage nein…. Bin ehrlich a bisserl sprachlos und erschüttert….
Die Mädchen gehen nach oben und als wir auch nach oben kommen, sind sie schon im Partyraum und tanzen…Bei der Musik und beim Flirten mit den Jungs scheinen sie in ihrem Element zu sein…Mir ist die Musik zu laut und ich geh nochmal durchs Haus…auf der Terrasse sitzen einige Männer und unterhalten sich über ihre Berufe.. andere sind beim Massieren…. In den Zimmern herrscht Betrieb…ab und an landet eine Hand auf meinem Busen oder meinem Po…mit einigen Gästen komme ich ins Gespräch, aber mit in ein Zimmer bin ich nicht, obwohl sich doch der ein oder andere getraut hätte…. Grins und das bei meinem dominanten Blick….
Ich geh wieder zum Partyraum, diesmal wird ich von den Mädels hergewunken, sie machen einen Platz frei auf der Couch… Jetzt Show, musst du sehen!
Irgendwie hab ich das Gefühl, sie verstehen, dass ich mir nur einen persönlichen Eindruck verschaffen möchte und nicht gegen sie bin
Die Show beginnt.
Eines Mädchen tanzt, macht akrobatische Vorführungen an der Stange, Kopfüber….wirklich eine Augenweide zuzusehen. Der Mann, der da nicht verrückt wird, den möchte ich sehen… ich bin mehr als begeistert und sage das auch mehrmals…sie tanzt mit Leidenschaft und alle hängen mit en Augen an ihren Bewegungen… ich bin fasziniert….
ein Mädel bleibt nach der Show bei mir auf der Couch, wir unterhalten uns in englisch…
Sie erzählt mir dass sie viel gelernt hat in Rumänien, aber da kein Geld verdient… Sie mag den Job als Prostituierte, verdient gutes Geld, hat in ihrer Wohnung alles was sie mag, geht gerne shoppen, zeigt mir ihre Fingernägel, sie spart, will 2 Kinder, nach Italien gehen….
Sie ist so alt wie meine Tochter….wie die meisten der Mädels hier…..
Wenn der Job hier weg ist, was soll sie tun… dann hat sie kein festes Geld mehr…sie geht dann zu ihrer Mutter die in Italien lebt… die ist ihr sehr wichtig…
Plötzlich geht das Licht an… Musik aus…2h …..Feierabend…
Die anwesenden Herrn gehen zügig zum Umziehen…., die Mädels auch…

Ich steh auch auf und zieh mich um… am Ausgang die monotone Stimme der Chefin…. Handtuch in den Korb, Schuhe in den anderen Korb ,Schlüssel hier abgeben
Sie fragt mich nach meinen Eindrücken…und ich gebe ehrlich zu, verwirrt zu sein…
In meinem Kopf ist ein Blitzlichtgewitter von dem was ich gesehen habe, was irgendwie in Diskrepanz zu dem steht was ich gelesen habe und was mir Mädels erzählt haben, die nicht in einem Pussyclub arbeiten…. Ich gehe zum Auto… sehr nachdenklich….

Meine Anmerkungen….

Die Geschäftsführerin des Pussy Clubs Feldbach hat sich sehr freundlich und offen mit mir unterhalten….ob das alles stimmt, kann ich nicht beurteilen, ich habe es so wiedergegeben, wie sie es mir gesagt hat…


was mich positiv überrascht hat…
nach dem Interview, kam ein Anruf von Frau Henning von Dona Carmen. Frau Henning hat Frau Floreiu aufgefordert mir den Aufenthalt zu verweigern, bis sie mit mir gesprochen hat…
telefonieren wollte Frau Henning nicht mit mir. ich sollte persönlich zu ihr kommen….????
Abends um 22h fahr ich 400 km nach Frankfurt…ganz bestimmt…
Gegen die Empfehlung( mir kams eher wie eine Anordnung vor) von Frau Henning hat die Geschäftsleitung beschlossen, mich nicht wegzuschicken und mir den Zugang zu gewähren!

Bei den Gesprächen mit den Mädchen konnte ich mich manchmal nicht des Gefühles erwehren, sie arbeiten nicht gerne so, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie gezwungen werden…
Es machte den Anschein, als ob manche sich für diesen Job schämen……aber er wäre immer noch besser als keine Arbeit oder arbeiten und kaum Geld dafür zu bekommen.
Sie fühlen sich nicht ausgebeutet, denn ihnen ist das Feste Tagesgeld lieber, als das Risiko nichts zu verdienen…..
Freiwillig wird keine sich diesen Job wegnehmen lassen, das haben sie ganz deutlich gemacht…..
An diesem Dienstag waren nicht so viele Männer da…es waren ca 60 -70 Mädchen und ca 50 Herren…. Das Haus ist so weitläufig, dass man das schlecht schätzen kann… auf alle Fälle waren es mehr Frauen als Männer( deshalb werd ich ein zweites Mal an einem Samstag dahin gehen, wenn es erlaubt wird) ich gehe davon aus, dass in diesem Fall die Frauen etwas entspannter mir gegenüber sind, weil ich schon mal da war….
Sie haben erzählt, dass sie im Durchschnitt so 6 bis 10 Zimmer pro Schicht haben….
Auch hier gilt, was sie mir erzählt haben kann ich schlecht werten….da ich nicht sagen kann ob es der Wahrheit entspricht,
Was ich allerdings deutlich empfunden habe ist ihre Angst, dass sie nicht mehr dort arbeiten können.
Sie kamen mir nicht angespannt vor, manche eher a bisserl Müd, so wie ich auch nach einem langen Tag.
Es sind durchaus sehr intelligente Mädchen unter ihnen, wie auch einfachere…
mit den Männern “spielen” sie auf eine ihnen eigene Art und die genießen das…. An diesem Dienstag ging es eher zu wie in einer Disco, tanzen, lachen, flirten, bei der dann nebenbei gepoppt wird, als wie in einem Bordell.

Meiner Meinung nach hätten dort inländische Kolleginnen keine Chance in den engen Verbund der Mädchen zu kommen….Sie wären sicher enine Mischung aus freundlich aber sehr abweisend.

Ich denke mal, das Flatrate Clubs durchaus eine Berechtigung haben, und es auch ein Arbeitsplatz für inländische Kolleginnen wäre, allerdings nicht in einem Club, der von ausländischen Kolleginnen dominiert wird. Bei einer ausgewogenen Mischung müsste es ähnlich gut gehen, wie in den FKK Clubs….

sich die derzeitige politische Diskussion vor allem an der agressiven Werbung entzündet.

Wenn ich mir vorstelle, dieser Hummer, beklebt mit der selben Shockwerbung wie auf der HP, und zusätzlich drei leicht bekleidete Mädchen auf dem Auto abgebildet, fährt hier duch Regensburg….ich müsste meinem 11 Jährigen Sohn erklären, was ein Pussy Club ist und ich kann nicht sagen, das ist ein Tierschutzclub für Katzen…da er lesen kann was da steht….
ganz ehrlich, ich würde auch Sturm laufen…
So bedient man eher Klischees, als dass man Vorurteile abbaut.

Auch die Diskrepanz zwischen Werbeaussage und dem tatsächlichen Geschehen ist sehr groß, was zu falschen Vorstellungen bei manchen Männern führt…
Die Mädchen werden dafür bezahlt, dass sie die Männer unterhalten, mit ihnen Party machen, tanzen, Shows, sich anfassen lassen und aufs Zimmer gehen…..
Die Männer gehen davon aus, dass sie den ganzen abend dauerpoppen können…lassen sich aber von den Mädchen auf der Tanzfläche davon ablenken…und bekommen lange nicht das, was sie vorraussetzen….

Durch die Sprachschwierigkeiten hatte ich manchmal beim beobachten der Grüppchen an den Tischen das Gefühl, die Männer kamen sich vereinzelt sehr verloren vor… weil die Mädels viel miteinander geredet und gelacht haben…daher auch die schlechten Berichte…
Guten Service , im Sinne von großer Motivation kann man nicht wirklich erwarten… sie machen halt ihren Job, wobei sie sich schon die Schnuckelchen unter den Gästen herauspicken und da durchaus “lustiger” sind als bei anderen…
Prolls ignorieren sie einfach…. die kommen nicht zum Zug…
bei älteren, dickeren oder weniger attraktiven Gästen machen sie nur den Job, wenn Männer aber sehr freundlich sind, dann bemühen sie sich auch hier etwas….

Tanja_Regensburg

Die Diskussion über den Bericht findet unter http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4900 statt.

Wir möchten dem Pussy Club Feldbach und den dort arbeitenden Damen für den Blick hinter die Kulissen unseren Dank aussprechen!

 
 
 
 
 
 
 

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nicht gutna jagutsehr gutbrilliant (9 votes, average: 4.78 out of 5)
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gelesen: 18502 · heute: 2 · zuletzt: 27. July 2014

4 Kommentare zu “Pussy Club Fellbach - Flatrate mit den Augen einer SexarbeiterIn”

  1. Zwerg

    Sofortige Freilassung der bei Flatrate-Bordellrazzien inhaftierten Personen

    Dona Carmen protestiert gegen das martialische Aufgebot von ueber 700 Polizeibeamten zur Schliessung von zwei Flatratebordellen.

    Die weit ueberzogene staatliche Machtdemonstration der Polizeirazzien zielt auf die Einschuechterung des gesamten Prostitutionsgewerbes. Unter dem billigen Vorwand hygienischer Maengel, die in jedem Schwimmbad bei laufendem Betrieb haetten behoben werden koennen, werden im Prostitutionsgewerbe politisch gewollte Betriebsschliessungen verfuegt. Das ist die Existenzvernichtung, die die betroffenen Frauen und Dona Carmen in den geschalteten Zeitungsanzeigen befuerchtet und kritisiert hatten.

    Nach unserer Kenntnis sind die Frauen im Pussy-Club Fellbach nicht russischer Nationalitaet; sondern EU-Buergerinnen, die hierzulande per se eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis zur selbstaendigen Ausuebung der Prostitution haben.

    Die als weiterer Vorwand vorgebrachte Unterstellung einer Hinterziehung von Sozialversicherungsabgaben widerspricht der Tatsache, dass die Finanzbehoerden ueber die Flatrate-Bordellbetreiber Steuerzahlungen fuer selbstaendige Taetigkeit der Frauen nach dem Duesseldorfer Verfahren entgegengenommen haben.

    Wieder einmal wird staatliche Macht fuer eine moralisch motivierte Prostitutionsgegnerschaft instrumentalisiert.

    Dona Carmen fordert:

    * die umgehende Freilassung der Inhaftierten,
    * die Wiedereroeffnung der geschlossenen Bordelle
    * und ein Ende der Razzienpolitik gegen Prostituierte

    Original:
    http://www.donacarmen.de/?p=276
    Diskussion unter:
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=62082#62082

  2. Zwerg

    Wer den offenen Brief unterstützen möchte, kann dies unter:

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    Wir danken für die Unterstützungen

    Die Community von sexworker.at

  3. Zwerg

    Linkübersicht Flatrate:
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=61383#61383 (Brief an Kanzlerin, Anzeige DC)
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=61942#61942 (Razzia Blog)
    http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=58196#58196 (Lokalnachrichten Stuttgart)
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4860 (Lokalnachrichten Wuppertal)
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4900 (Tanja’s Bericht) hier
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4880 (Planung)
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4892 (PC SW-only)
    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4812 (Flatrate SW-only)

  4. Zwerg

    Ein wichtiger Kommentar unserer UserIn Lycisca

    Es handelt sich bei erzwungener Nacktheit, noch dazu vor dem anderen Geschlecht, um einen Sachverhalt mit umfangreicher internationaler Rechtsprechung: Beispiele sind Valasinas gg Litauen 2002 oder Witorko gg Polen 2009 beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Miguel-Castro-Prison gg Peru 2006 beim Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, Prosecutor gg Akayesu 1998 beim Internationalen Tribunal für Ruanda, oder Chirwa gg Malawi 1994 bei der Afrikanischen Menschenrechtskommission.

    Fakt ist beim PC Fellbach, dass die Polizei die Männer und Frauen im Klub für einen Zeitraum von mehr als einer Stunde festgehalten hat (Verantwortung des Staates für die Behandlung der betroffenen Personen). Fakt ist, dass die betroffenen Personen nur mit einem Handtuch bekleidet waren (Nacktheit) und dass sie dies nicht freiwillig waren (vorher ja, aber mit der Polizei nein), sondern zum Zeitpunkt des Polizeihandelns gegen ihren Willen (vgl. die in der internationalen Rsp verwendete Definition der Freiwilligkeit in Elemente der Verbrechen, Herausgegeben vom Internationalen Strafgerichtshof gem Statut von Rom). Fakt ist, dass es ausreichend Gelegenheit gegeben hätte, den betroffenen Männern oder Frauen das Ankleiden zu ermöglichen, ohne dass sie nackt vor Beamten stehen müssen.

    Selbst im Fall, dass die Polizeiaktion legal war, gab es für die erzwungene Nacktheit keinerlei Notwendigkeit (Durchsuchung nach Drogen oder Waffen in Körperöffnungen). Somit war die erzwungene Nacktheit über mehrer Stunden keine unausweichliche Begleiterscheinung (vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte im Fall Jalloh gg Deutschland) einer legalen Polizeiaktion. Es ist sogar zu prüfen, ob die Nacktheit nicht ein absichtlich eingesetztes Instrument war, um die Gäste und SW im Klub zu demütigen, womöglich weil ihre sexuell freizügige Weltanschauung den verantwortlichen Sachwaltern der Behörde zuwider war oder vielleicht sogar, um unter dem Druck der demütigenden Situation von ihnen Aussagen zu erhalten (Notwendigkeit einer Untersuchung auf Folterverdacht).

    Als rechtliche Frage wäre noch zu klären, ob es eine Verletzung der Menschenwürde iSv Art 3 oder von Art 8 (Recht auf Privatleben) der EMRK war, wobei die Umstände und Rsp sehr für Art 3 sprechen.

    Eine effektive Untersuchung des Vorfalls müsste nun, da der Verdacht auf die Verletzung des Art 3 oder 8 EMRK öffentlich bekannt ist, von Amts wegen eingeleitet werden (Rsp des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und der UN Kommission gg Folter). Demnach müsste eine Staatsanwaltschaft aus einem nicht betroffenen Gerichtsbezirk gegen die Staatsanwältin und die Polizeibeamten ex officio zu ermitteln beginnen und die Betroffenen als Zeugen einvernehmen (sie haben als Opfer auch Recht auf Wiedergutmachung).

    http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=62033#62033

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