Wir sind keine Opfer. Wir sind Frauen
„Wir sind keine Opfer. Wir sind Frauen“ Dänische SexarbeiterInnen machen mobil!

Berlingske Tidende
http://www.berlingske.dk
Gestern hielten 8 Sexarbeiterinnen der neugegründeten Interessenorganisation für Sexarbeiter „Sexarbejdernes InteresseOrganisation“ SIO, ihre erste Pressekonferenz im Erotic Museum im Kopenhagener Stadtzentrum ab.
Vertreter der ganzen skandinavischen Presse, Radio und TV waren gekommen.
Einige der Sexarbeiterinnen traten unter ihrem bürgerlichen Namen offen auf, andere mit Maske und Künstlernamen.
Worum es ging, geht aus der Presseerklärung im obigen Posting hervor.
Hier ist ebenfalls ein Artikel auf Dänisch über die Gründung von SIO
„Das ist besser als im Supermarkt an der Kasse zu sitzen“

Berlingske Tidende
http://www.berlingske.dk/
Museum Erotica in Kopenhagen
http://www.museumerotica.dk/
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=33210#33210
Endlich ist es einer Gruppe von dänischen Sexarbeiterinnen in Zusammenarbeit mit Seksualpolitisk Forum und Gadejuristen gelungen, eine Plattform zu schaffen, von wo aus sie ihre Interessen vertreten können. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von wirklich kompetenten Frauen mit Debatterfahrung im Internet, Radio und TV. Dazu kommen Menschen, die sich aus idealistischen oder professionellen Gründen mit Sexarbeit beschäftigen bzw. täglich Kontakt zu SexarbeiterInnen haben. Ausserdem sind gute Kontakte zu den Medien und zur Politik vorhanden. Die neue Homepage enthält umfangreiches Informationsmaterial u.a. die Aussagen von 47 Sexarbeiterinnen zu ihrer Situation. Hier folgt meine leicht gekürzte Übersetzung der Presseerklärung, die über Ritzau an die dänischen Medien gegangen und zunächst zu kurzen Notizen geführt hat, wie z.B. in der grossen Tageszeitung Politiken http://politiken.dk/indland/article479277.ece
LG JayR
Jetzt bekommen die dänischen Prostituierten eine Stimme Eine neue Homepage wird das Sprachrohr für die Prostituierten Sind Sexarbeiter hilflose Opfer oder sind sie sehr unterschiedliche handlungskräftige Individuen? Viele Menschen haben eine Meinung über Prostitution, aber sehr wenige hören zu, was die Prostituierten selber meinen. Aber das bedeutet nicht, dass die Prostituierten keine Meinung haben! Jetzt gibt die neue Homepage www.sexarbejde.dk den Prostituierten eine einen Raum, wo sie sich unter eigenen Bedingungen ausdrücken können. Die Sexarbeiter laden in Verbindung damit zu einer Pressekonferenz ein Donnerstag d. 6. März, 13.30 Uhr im Museum Erotica Købmagergade 24, København K Auf der Konferenz wird Gelegenheit bestehen, eine Reihe von Prostituierten zu treffen und über ihre Meinungen, Arbeitsbedingungen und Entscheidungen etwas zu erfahren. Es wird Möglichkeit für Fotos und Interviews geben.
Es wird auch über die Wirkungen des Sexkauf-Verbotes in Schweden informiert, das gewisse Politiker und Organisationen auch in Dänemark einführen wollen, trotz harter Kritik von sowohl Experten als auch den Prostituierten selber. Für die Prostituierten selbst ist es oft schwer in der heftigen Debatte über ihr Gewerbe gehört zu werden. Die können nicht öffentlich auftreten aus Rücksicht auf ihre anderen Berufe, Familie oder Kinder - oder weil sie Verurteilung und Kränkungen nicht zuletzt von Politikern oder Frauengruppen fürchten. www.sexarbejde.dk wird in Verbindung mit dem Internatonalen Frauenkampftag, 8. März, lanciert, weil die meisten Prostituierten Frauen sind und weil sie wünschen, in der Debatte gehört, ernst genommen und wie alle anderen anerkannt zu werden. www.sexarbejde.dk. ist als eine Zusammenarbeit mit dem Debatnetzwerk Seksualpolitisk Forum, der Organisation Gadejuristen und der neugegründeten SIO – Sexarbejdernes Interesse Organisation entstanden. Es ist die Hoffnung, dass die Homepage dazu beitragen kann, die Prostitutionsdebatte zu nuancieren, die im Augenblick über den Köpfen der Prostituierten hinweg geführt wird und oft von Vorurteilen, Unwissenheit und groben Generalisierungen geprägt wird. Es geht deutlich auf der Homepage hervor, dass man den Prostituierten keinen einfachen und entmündigenden Stempel als Opfer oder Unglückliche aufdrücken kann. Sei sind genauso unterschiedlich, glücklich oder unglücklich oder weder noch wie alle anderen Menschen.
Was einige der Prostituierten auf www.sexarbejde.dk schreiben: „Ich bin der Überzeugung, dass viele Politiker und einige Medien das ganze Spektrum der Prostitution nicht kennen oder eher nicht kennen wollen.“ (Miss Medea, Domina) „Es ist schwer sich zu outen. Ich möchte nicht riskieren, verdächtigt zu werden, dass es mir schlecht geht. Und die sogenannten Experten wollen mir nicht glauben, wenn ich sage, dass mir Sexarbeit gefällt.“ (Lotte, arbeitet im Bordell und als Escort) Seksualpolitisk Forum
http://www.seksualpolitik.dk/
Gadejuristen (Strassenjurist) http://www.gadejuristen.dk/
Sexarbejdernes Interesse Organisation http://www.sexarbejde.dk/
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